Teamfoto der
      Anwälte vor einer Mauer

Archiv

Januar 2024: Erbrecht – können Hund, Katze & Co. eigentlich... Januar 2024: Kluge Mitdenker gesucht! Freie Mitarbeiter... Dezember 2023: Hausfriedensbruch im Strafrecht – mehr als eine... November 2023: Mietrecht – wenn der Verlust der Wohnung droht. Oktober 2023: Erbrecht – wenn uneheliche Kinder im Spiel sind September 2023: Ein guter Zweck hat Zukunft – die Stiftung als... Juli 2023: Verfassungsklage gegen Erbschaftssteuer – Bayern... April 2023: Das Berliner Testament individuell anpassen März 2023: Die Kosten für den Erbschein richten sich nach dem... Februar 2023: Gegenseitig zu Erben einsetzen? Dann muss das im... Dezember 2022: Frohe Weihnachten! November 2022: Reinigungskraft für unsere Kanzlei gesucht November 2022: Achtung bei Untervermietung einzelner Zimmer einer... Oktober 2022: Lohnzahlung nur, wenn die betriebsinterne... September 2022: Das Berliner Testament und seine Folgen September 2022: Rechtsanwalt Jürgen Lamprecht referiert zur... Juli 2022: Preisnachlass bei Wohnungskauf muss auch den... Juli 2022: Verkehrsrecht: Flunkerei bei einer... Juni 2022: Die Teilungsversteigerung April 2022: Erbrecht: Kann der Anspruch auf den Pflichtteil... März 2022: Fahrerflucht ist keine Bagatelle Februar 2022: Ein Kind hat das Recht zu erfahren, wer sein... Januar 2022: Befristete Änderungen im Gewerbemietvertrag können... Dezember 2021: Frohe Weihnachten 2021! Dezember 2021: Eine Demenzerkrankung kann ein Testament ungültig... November 2021: Das Behindertentestament November 2021: Autofahrer sollen ein gutes Vorbild sein November 2021: Rufbereitschaftszeit kann Arbeitszeit sein Oktober 2021: Mietkündigung wegen "wirtschaftlicher Verwertung"... September 2021: Auf dem Weg ins Homeoffice gestürzt: Ist das ein... September 2021: Ist das Erbe einmal ausgeschlagen, kann dies nur... August 2021: Alleinerziehende sollten ein Testament besitzen Juli 2021: Rechtsanwalt Jürgen Lamprecht berät Bündnis 90/Die... Juli 2021: Diebstahl von Desinfektionsmittel am Arbeitsplatz... Mai 2021: Der Parkplatz eines Einkaufscenters ist... Mai 2021: Welche Rechte haben Minijobber in der... Mai 2021: Verstecken Sie Ihr Geld nicht hinter einer Tapete! April 2021: Mal schnell mit dem Taschenrechner was nachrechnen... März 2021: Sobald der Mieter die Nebenkostenabrechnung... März 2021: Aus Zorn die daten am Arbeitsplatz gelöscht – das...

Komplettes Newsarchiv

Das Berliner Testament und seine Folgen

Das sogenannte „Berliner Testament“ ist sehr beliebt und weit verbreitet. In diesem setzen sich Ehepartner gegenseitig als Alleinerben ein. Die (gemeinsamen) Kinder sollen erst nach dem Tod des überlebenden Ehegatten erben. Häufig wird diese Regelung gewählt, um dem überlebenden Ehegatten eine Fortführung des bisherigen Lebensstandards zu gewährleisten. Ein Grund kann sein, sicherzustellen, dass der überlebende Ehegatte nach dem Tod seines Ehepartners nicht gezwungen werden kann, aus der gemeinsamen Immobilie auszuziehen – wenn nämlich die Erben ihren Anteil sofort geltend machen und ein Verkauf der Immobilie notwendig wird, um sie auszuzahlen. Mit einem Berliner Testament erben die Kinder erst dann, wenn auch der zweite Ehepartner verstorben ist.

Doch das Berliner Testament bietet leider zahlreiche Komplikationen. Diese sind in der Regelung des Berliner Testaments angelegt. Die Kinder des erstversterbenden Ehegatten sind enterbt, da sie nicht wissen, wann sie erben werden (nach dem Längerlebenden) und wieviel Vermögen dann noch vorhanden ist. Dieses kann beispielsweise durch eine zeitintensive Pflege verbraucht worden sein. Daher droht bei einem Berliner Testament stets die Pflichtteilsauseinandersetzung mit den Kindern.

Auch unter steuerlichen Gesichtspunkten ist das Berliner Testament schwierig. Bei vermögenden Ehegatten kann die Erbschaftsteuerlast zu einer unnötig hohen Erbschaftsteuerlast führen, die mit einer klugen anderen Gestaltung vermieden werden könnte.

Unschöne Folgen treten z.B. dann ein, wenn der überlebende Ehepartner eine neue Partnerschaft eingeht und dieser Person gerne etwas vererben möchte. Das geht tatsächlich regelmäßig nicht, denn der verstorbene Ehegatte hat den überlebenden (auch) deswegen zu seinem Erben eingesetzt, damit sein Vermögen nach seinem Ableben an seine Kinder übergeht. Dieses Vertrauen wird geschützt und der überlebende Ehegatte kann kein neues Testament errichten. Bindend ist nach wie vor das Berliner Testament! Falls an diesem etwas geändert werden soll, müssen zwingend beide Ehepartner unterschreiben - was nach dem Tod eines Partners natürlich unmöglich ist. Es gibt nach diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr, das Testament zu ändern.

Manchmal wird versucht, durch einen Zusatz im Berliner Testament die Bindungswirkung zu vermeiden und dem überlebenden Ehegatten damit zu ermöglichen, neu zu testieren. Eine solche Regelung verschärft jedoch unweigerlich das Pflichtteilsproblem. Dies gilt umso mehr bei Patchwork-Familien, bei denen die alleinigen Kinder des Erstversterbenden im Erbgang nach dem Stiefelternteil keinen Pflichtteilsanspruch haben.

Ein erfahrener Anwalt wird versuchen, den Zweck des Berliner Testaments, nämlich den Lebensstandard des überlebenden Ehegatten zu sichern, zu erreichen, ohne die Nachteile des Berliner Testaments in Kauf nehmen zu müssen.

Zur Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments ist es deshalb unbedingt ratsam, einen auf Erbrecht spezialisierten Anwalt zu Rate zu ziehen und dieses Testament individuell zu gestalten. In unserer Kanzlei in Speyer wenden Sie sich gerne an den Fachanwalt für Erbrecht Jürgen Lamprecht. Vereinbaren Sie einen Termin!

Screenshot von Google Maps, Adresse
        unserer Kanzlei

Lamprecht Rechtsanwälte

Adresse
Wormser Landstraße 247
67346 Speyer
Telefon
06232 / 87 67 8-0
Fax
06232 / 87 67 8-88
Sprechzeiten
Mo, Di, Do 8-18 Uhr
Fr. 8-13 Uhr
Termine nach Vereinbarung.
Telefonzeiten
Mo, Di, Do 8-18 Uhr
Mi und Fr 8-13 Uhr

Parkplätze befinden sich in ausreichender Zahl direkt vor dem Haus.

Sie können uns über das Formular eine Nachricht zukommen lassen. Wir werden diese spätestens im Laufe des nächsten Arbeitstages beantworten.

erforderlich