Eine gute Information bedeutet nicht nur einen Schritt weiter kommen, sondern schon den halben Weg hinter sich haben.

Julian Scharnau


31. Oktober 2009

Die zum 1. Januar 2009 in Kraft getretene Reform des Erbschaftsteuerrechts wird die Legislaturperiode nicht überdauern. Im Koalitionsvertrag (PDF) haben die Parteien zur Erbschaftsteuer vereinbart:
“Reform der Erbschaftsteuer

Wir werden die Regelunge bei der Erbschaftsteuer entürokratisieren, familiengerechter, planungssicherer und mittelstandsfreundilcher machen.
Hierzu werden wir als Sofortprogramm vorab

  • die Steuerbelastung für Geschwister und Geschwisterkinder durch einen neuen Steuertarif von 15 bis 43 Prozent senken Und
  • die Bedingungen für die Unternehmensnachfolge krisenfest ausgestalten. Wir streben an, die Zeiträume zu verkürzen, innerhalb dessen das Unternehmen weitergeführt werden muss. Die erforderlichen Lohnsummen wollen wir absenken.

Wir werden in Gespräche mit den Ländern eintreten, um zu prüfen, ob die Erbschaftsteuer hinsichtlich Steuersätzen und Freibeträgen regionalisiert werden kann.”

Angeblich soll in einem ersten Schritt bereits zum 1. Januar 2010 der Steuertarif für die Steuerklasse 2 revitalisiert werden. Möglicherweise werden wir in Zukunft in den Bundesländern unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze vorfinden. Bayern scheint darauf zu setzen, leidet es doch am meisten unter dem Fehlen der Erbschaftsteuer in Österreich durch Wegzug
vermögender Bürger.